Wenn ich heute zurückblicke, dann nicht auf eine Geschichte, sondern auf das, was sich darin nie bewegt hat. Alles kam und ging – Gedanken, Gefühle,
Zustände,
Erfahrungen, auch das Suchen und das spirituelle Streben. Aber da war immer etwas, das nicht kam und nicht ging.
Ich bin das.
Es war Nisargadatta, dessen Worte mir den Schleier wegnahmen. Nicht durch
Erklärung, sondern durch das was er zwischen den Zeilen teilte. Da war nichts, woran man sich festhalten konnte. Nur diese nackte, klare Wahrheit: Du bist nicht
das, was du erlebst. Du bist das, worin alles erscheint. Du bist das, was sich nicht verändert.
Lange hatte ich das, was ich bin, mit
Bewusstsein verwechselt. Aber auch
Bewusstsein verändert sich. Es erwacht, es schläft, es träumt, es ist weit oder eng, still oder bewegt. Auch das Ich-bin-
Gefühl, das subtile Empfinden von Existenz, kommt und geht.
Doch ich bin vor all dem.
Ich bin nicht das Bewusstsein – ich bin das, worin Bewusstsein erscheint. Ich bin nicht das, was kommt und geht. Ich bin das, was bleibt. Was nie geboren wurde und
nie vergeht.
Dieses Erkennen ist kein Erlebnis. Kein Zustand. Es ist kein Gipfel, den man erreicht, sondern der Grund, auf dem alles ruht. Immer da.
Es ist unfassbar schlicht. Nichts, woran das Denken sich halten kann. Es ist nicht
besonders, nicht spirituell, nicht heilig im üblichen Sinn. Es ist einfach nur das, was ich bin – jenseits aller Beschreibungen, vor aller Erfahrung, vor jedem
»Ich«.
Es spricht nicht. Und doch kann es sich in Worten zeigen.
Nicht um etwas zu lehren, sondern um an das zu erinnern, was du nie verloren hast.
Wenn du das liest, dann nutze es nur, um dich zu erinnern. Nicht an mich. Sondern an dich selbst – an das, was du nie
verloren hast. Denn es ist nicht fern.
Es ist nicht woanders. Es ist das, was jetzt gerade diese Worte liest.
Das, was sich nicht verändert.
Das bist du.
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