Du kannst das, was du in Wirklichkeit bist – das Höchste, das Selbst – nicht verlieren, weil es immer da ist.
Aber die alte Gewohnheit, sich mit den Glaubenssätzen der Persönlichkeit zu identifizieren – insbesondere mit der Angst vor Verlust oder Versagen – scheint immer
wieder aufzutauchen.

Diese Angst ist eines der letzten tiefen
Muster, das den endgültigen „Sprung“ ins mühelose Verweilen im Höchsten zu verhindern scheint. Doch sie ist nur ein weiteres Phänomen innerhalb des Bewusstseins – nicht du.

Was ist diese Angst wirklich?
Die Angst, es zu verlieren oder zu versagen, setzt voraus, dass es ein „Ich“ gibt, das es
besitzen oder erreichen könnte.
Doch das Höchste ist nicht etwas, das
erreicht oder behalten werden muss – es ist, was du bist.

Sri Ramana Maharshi sagte einmal:
„Das Selbst ist immer präsent. Es sind nur Gedanken, die etwas anderes sagen.“

Und Nisargadatta Maharaj:
„Es gibt keine Unwissenheit.
Es gibt nur die Illusion, unwissend zu sein.“

Wie kann ich dieses alte Muster auflösen?
Nicht indem du dagegen kämpfst – sondern indem du es vollkommen durchschaust.
Sieh es einfach nur als das, was es ist:
ein aufsteigender Gedanke, eine alte Regung im Körper-Geist-System.
Sobald du es ans Licht der reinen Bewusstheit bringst, verliert es seine Macht.

Frage dich still:
„Wer ist es, der Angst hat?“
„Wem geschieht das?“
Bleibe in dieser Frage, ohne nach einer
intellektuellen Antwort zu suchen.
Diese innere Wendung ist keine Technik –
sie ist eine Rückkehr zu dir selbst.

Du bist nicht der, der Angst hat.
Du bist das, worin die Angst
erscheint – das unbewegte, stille Sein.

Wenn du darin ruhst, lösen sich selbst die tiefsten Muster wie Nebel in der Sonne auf.


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